Licht, Schatten und der suchende Blick
Nach sechs Jahrzehnten blickt man nicht nur auf die Welt, man blickt durch sie hindurch.
Mein Weg zu den Bildern ist ein phänomenologischer: Ich erfasse meine Umwelt so, wie sie mir im Bewusstsein erscheint - frei von Dogmen und Schablonen. Die Kamera ist dabei der Sensor meiner Seele.
Durch mein Philosophiestudium habe ich gelernt, die Welt zu hinterfragen und mit der Fotografie versuche ich, versteckte Realitäten sichtbar zu machen.
Ich verstehe mich als Augengrübler und Tiefgänger.
Dort, wo die Oberfläche Risse bekommt und das Wesen der Dinge spürbar wird, liegen meine Motive.
Die Reduktion auf Schwarz-Weiß ist dabei der Ausdruck meiner philosophischen Bildsprache. Denn wo Farben schweigen, beginnen die Kontraste zu sprechen.
Fotografie ist philosophieren mit den Augen.

